Lern- und Erziehungskonzept

Angebote im sozialen Bereich

Streitschlichtung

Seit 1996 werden an unserer Schule Schüler und Schülerinnen der Klassen 9  in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft zu Streitschlichtern und Streitschlichterinnen ausgebildet. Die Ausbildung umfasst zwei Wochenstunden und ein Wochenend-Seminar mit einem externen Referenten in Wiedenbrück. Sie wird von Frau Pellinghausen und Frau Sadowski geleitet. Im 10. Schuljahr sind die Streitschlichter und Streitschlichterinnen in den Pausen im Streitschlichtungsraum, wo jüngere Schüler und Schülerinnen sie bei kleinen Reibereien bzw. Konflikten aufsuchen und um Hilfe bitten können. Ziel der Streitschlichtung ist, dass der Konflikt so gelöst wird, dass beide Parteien zufrieden den Raum verlassen und positiv nach vorne schauen können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Streitenden nach der Lösung des Konfliktes nicht wieder aneinander geraten sind.

Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 10 zusammen, die einen Ausbildungskurs beim Deutschen Roten Kreuz absolvieren. Die Schulsanitäter übernehmen in den Pausen die Erstversorgung von Kranken und Verletzten an der Schule. Darüber hinaus übernehmen sie die Pflege und Verwaltung der Rettungsmittel und des Sanitätsraumes.

Aus pädagogischer Sicht verfolgt der Schulsanitiätsdienst vor allem soziale Ziele. So werden durch die Übertragung von Verantwortung, das Zutrauen in ihre Selbständigkeit und das Vertrauen, das den Schulsanitätern entgegen gebracht wird, sowohl die Sozialkompetenz als auch das soziale Handeln gefördert. Diese sind einige der wichtigsten Aufgaben, die in den Richtlinien und Lehrplänen für die Realschule in NRW, den Einzelschulen des Landes übertragen werden.

Buddys

In unserer  Schule werden Schülerinnen und Schüler zu Buddys ausgebildet. Dieses geschieht in einer freiwilligen AG der Klassen 8 bis 10. Buddy ist das amerikanische Wort für "Freund", "Kumpel". Die SchülerInnen lernen, auf ein gewaltfreies Miteinander zu achten (nicht nur in der Schule), sich um MitschülerInnen zu kümmern, die Opfer von physischer oder psychischer Gewalt (z. B. durch Ausgrenzen oder Mobben) sind. Sie werden in ihrer sozialen Handlungskompetenz gefördert und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Für Buddys gilt das Motto:

"Aufeinander achten - füreinander da sein - miteinander leben".

Ausbilderinnen der 26 Buddys sind Frau Sadowski und die Schulsozialarbeiterin Frau Berger.

In der Praxis sieht die Ausbildung so aus: zu Beginn eines jeden Halbjahres findet ein Workshop statt, der dem Kennenlernen dient und in dessen Verlauf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in spielerischen Übungen lernen, Gewalt zu erkennen und zu reflektieren: Kann ich alleine etwas ausrichten oder hole ich Hilfe?

Wie kann ich eingreifen? Wir arbeiten in diesen Seminaren mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen: dem Jugend- und Familienbüro der Stadt Lippstadt, dem Kommissariat Vorbeugung des Kreises Soest, dem AWO Migrationsdienst Lippstadt und dem Diplompädagogen Andreas Luckey, der  Schirmherr des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Im laufenden Schuljahr  treffen sich die Schülerinnen und Schüler regelmäßig zum Erfahrungsaustausch, und um konkret über „Fälle“ zu diskutieren und zu beraten.

Buddys sind an ihren blau-lila Kapuzenpullis zu erkennen, die sie während der Schulzeit tragen. Um sich den SchülerInnen bekannt zu  machen, haben die Buddys Plakate mit Fotos und Namen aufgehängt und sich persönlich in den 5er- und 6er-Klassen vorgestellt. So können sich SchülerInnen jederzeit selber an die Buddys wenden und Hilfe erbitten.

Klassenpatenschaften

Unsere Buddys sind nicht nur mit dem Josefshaus und auf dem Schulhof aktiv, sie kümmern sich auch herzlich und individuell um die Eingangsklassen. Jeweils 4 bis 5 Buddys sind jeder 5. und 6. Klasse als Klassenpaten zugeordnet. Sie wollen den jüngeren Schülerinnen und Schülern den Einstieg in die neue Schule erleichtern und den Klassenlehrerinnen hilfreich zur Seite stehen. Sie sind Ansprechpartner bei Lernschwierigkeiten und Problemen im sozialen Bereich.

Die Teilnahme an der Buddy-AG steht derzeit Schülerinnen und Schülern den 8., 9. und 10. Klassen offen. Wir hatten über 50 Bewerber, doch mit 26 Buddys im aktuellen Schuljahr ist das Limit für eine gelungene Gruppenarbeit erreicht. Für alle, die sich zusätzlich sozial engagieren möchten, entstand die Idee einer Kinderrechte AG.